Berlin war echt knorke!

Klassenfahrt der 9. Klasse in die Bundeshauptstadt

 

Nach einigen Problemen mit der Finanzierung unserer Abschlussfahrt konnten 17 Neuntklässler samt GSE-Lehrerin Gisela Schwarz und Klassenlehrer Andreas Siebert am Montag, den 27. März 2017, endlich losfahren.

 

Schon bei der Hinfahrt merkten wir: Deutschland ist ganz schön groß – denn es dauerte einschließlich zweier Pausen fast acht Stunden, ehe uns der Busfahrer, virtuos durch die Berliner Rush Hour kurvend, vor unserem Happy Go Lucky – Hotel in Berlin-Charlottenburg absetzte.

 

 

 

Das Hotel entpuppte sich als einfach und etwas eng, aber alles war tadellos sauber, das Frühstück reichhaltig und die Leute am Empfang waren supercool. Und für die Lehrer am wichtigsten: Nachts sorgte die Security für Ruhe!!! So gab es während der fünf Tage kaum Ärger.

 

 

 

Ein erster Erkundungsgang brachte unser über den Kudamm – so viele Bugattis, Porsches und Lamborghinis hatten wir noch nie gesehen – zur Gedächtniskirche, die allerdings schon geschlossen war.

 

 

 

In den folgenden Tagen unternahmen wir viele Ausflüge: Die 270 Stufen zum Kuppel-Rundgang des Berliner Doms lohnten sich allemal, denn der Rundblick war echt spitze.

 

 

 

Die Spree-Rundfahrt mit dem Schiff durch das Regierungsviertel und vorbei an zahlreichen Museen war zwar etwas verregnet, aber das konnte unserer guten Laune keinen Abbruch tun.

 

 

 

Der obligatorische Besuch der In-Disco Matrix hat uns ebenso gefallen wie die Stadtrundfahrt, wo eine "original Berlinerin" sehr anschaulich zu erzählen wusste, wie es sich in der Hauptstadt lebt.

 

 

 

Die NS-Dokumentation "Topografie des Terrors" hat uns nochmals bewusst gemacht, wie sehr diese 12 Jahre Nazi-Herrschaft die Welt verändert haben und Millionen Menschen das Leben kosteten. Die Folgen konnten wir bei einem nochmaligen Besuch der Gedächtniskirche sehen, wo uns zwei Schüler über die Geschichte dieses Mahnmals informierten.

 

 

 

Ein weiteres düsteres Kapitel der deutschen Geschichte war die Zeit der Deutschen Teilung (1949 - 1990). Reste der Mauer, des Todesstreifens und das Mauermuseum dokumentierten diese Zeit sehr anschaulich. Vielleicht haben einige Schüler verstanden, was es bedeutete, in der DDR zu leben. Viele Menschen wollten flüchten und einige Hundert haben das mit dem Leben bezahlt.

 

 

 

Etwas verdutzt dürften einige Schüler über die Sicherheitsmaßnahmen beim Besuch des Reichstagsgebäudes gewesen sein. Nur angemeldete Gruppen durften das Gebäude betreten, wo es einen zweiten Ausweis-Check gab und Metalldetektoren piepsten, wenn jemand vergessen hatte, Brieftasche, Kamera usw. abzugeben. Beim Lehrer hat's gepiepst... ;-).

 

Dafür hatten wir oben in der Reichstagskuppel einen tollen Blick über Berlin. Ein kostenloser Audioguide versorgte uns mit dem nötigen Wissen.

 

 

 

Natürlich überwogen die fröhlichen Momente unsere Abschlussfahrt. Auf der Suche nach "Berlins schärfstem Döner" wurden wir fündig. Einem Schüler kamen beim Verzehr die Tränen, der Lehrer bekam einen heftigen Schluckauf (Ohne diesen ist der Döner nicht scharf genug!), nur unser Klassensprecher, der einen Döner mit "Türkenschärfe" verspeiste, merkte nichts.

 

 

 

Kulinarisches Highlight waren aber nicht die Döner, sondern das sehr gepflegte Abendessen in einem vietnamesischen Spezialitätenrestaurant, das nicht nur ausgezeichnet mundete, sondern auch ziemlich kostengünstig war.

 

 

 

Am Freitag, den 31.3.2017, standen dann alle Schüler bereits um 8 Uhr früh vor dem Hotel. Auf geht's zurück nach Bayern! Schee war's – oder eben auf berlinerisch: knorke!