Entlassfeier an der Mittelschule Buchbach - Das Trainingslager ist beendet

Ein guter Lehrer lehrt, wie man ohne ihn auskommt

 

 

Hinter jedem Ende oder Abschluss, liegt auch ein neuer Anfang, so Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Thomas Einwang bei seiner Gratulationsrede bei der Entlassfeier der Mittelschule Buchbach. Neben den Entlassschülern, deren Eltern und Verwandte war auch Pfarrer Herbert Aneder, der die Besinnungsfeier zelebrierte, die Bürgermeister der Schulverbandsgemeinden Obertaufkirchen, Franz Ehgartner und Schwindegg, Dr. Karl Dürner zur Feier ins Buchbacher Kulturhaus erschienen. Durch ihre Anwesenheit brachten sie zum Ausdruck, wie sehr ihnen die Schüler der Mittelschule Buchbach am Herzen liegen. Musikalisch umrahmt wurde die gesamte Feier durch die Buchbacher Musikschule unter Leitung von Harry Fraunhofer mit Elisabeth Sengmüller, Julia Habermeier und Nathalie Wagmann verstärkt durch Philipp Ittner, Schwindegg. Sie erhielten großen Beifall für ihre Darbietungen, vor allem Nathalie Wagmann für ihre Gesangsdarbietungen. Neun Jahre Schulzeit liegen hinter den 22 Abschlussschülern der Buchbacher Mittelschule, davon 16 Mädchen und 6 Jungen, wobei der erwartete Zickenkrieg ausblieb, so Klasslehrer Andreas Siebert. Höchst erfreut war er, dass in seinem letzten Berufsjahr alle erfolgreich den Mittelschulabschluss und davon 86,3 % den qualifizierten Abschluss geschafft haben, was das beste Ergebnis seiner Lehrerlaufbahn sei. Er sprach in seiner gewohnt launigen Verabschiedungsrede nicht nur verschiedene Erlebnisse mit dieser weitgehend harmonischen Klasse an, sondern brachte auch einigen Anekdoten von der Klassenfahrt. Pfarrer Herbert Aneder, der die Besinnungsfeier zelebrierte, erinnerte sich daran, dass er wie viele der Abschlussschüler, seinen Dienst im Pfarrverband Buchbach antrat und den ersten Schulgottesdienst mit den Schülern, die jetzt die Schule verlassen, abgehalten habe. Er stelle fest, für die Abschlussschüler gehe es jetzt hinaus, es stehe ein neuer Anfang an, worauf mehrere Schüler ihre Fürbitten vortrugen. Dann stellte er die vielen Fragen und Probleme in den Raum, die auf die Schüler nun zukommen würden. Das Zeugnis, das sie nun bekämen, sei der Samen für ihre Zukunft, in der Schule hätten sie das Rüstzeug dazu erhalten, verantwortlich für die Früchte sei nun jeder Schüler selbst und wünschte ihnen auf dem weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.  Bürgermeister Thomas Einwang erinnerte neben seiner eigenen Schulzeit, dass sie nun für ihre Strapazen in Form des Zeugnisses den Lohn erhalten und gratulierte ihnen dazu. Das Ende der Zeit an der Mittelschule sei nun auch ein Anfang für einen neuen Lebensabschnitt, den sie nun weitgehend selbstbestimmt gestalten können, aber auch müssen. Dabei wird der Weg auch oftmals holprig, oft aber auch positiv sein. Er zitierte dazu Steve Jobs, mit den Worten: Manchmal ist das Leben ganz schön gemein, verliert nicht den Glauben an euch selbst und hinterfragt immer wieder, macht mir das was ich mache auch Freude. Eure Arbeit muss euch gefallen und ihr müsst sie lieben. Er stellte weiter fest, das Trainingslager Schule sei nun beendet, sie dürfen jetzt aufs Spielfeld, der Anpfiff sei erfolgt und jetzt seien sie am Ball.

 

Der kommissarische Schulleiter Markus Mayerhöfer gratulierte allen zu erfolgreichen Schulabschluss und bemerkte, sie hätten nun die Wahl, eine Berufsausbildung zu beginnen oder eine weiterführende Schule zu besuchen. Die Wahl heiße aber auch, sie müssten nun Entscheidungen treffen, dies sei der erste Schritt in ein neues Leben. Er forderte sie auf, entdeckt eure besonderen Fähigkeiten und Talente. Dazu trug er die Geschichte eines Löwenjungen, der in einer Schafherde aufwuchs vor, der erst, als er sei Spiegelbild im Wasserloch sah feststellte, dass er ein Löwe und kein Schaf sei. Als junger Mensch weiß kaum einer, welche Kräfte in ihm schlummern. Von andern versorgt und mit der Sicherheit in der Herde aufgewachsen, haben die wenigsten die eigenen Stärken erkannt und erprobt. Das Erkennen dieser, das "Selbst-Bewusstsein" sei die wichtigste Erkenntnis im Leben. Sie, die Schule hätten dazu beigetragen, dies zu erkennen, und: "Ein guter Lehrer hat nur eine Sorge: zu lehren, wie man ohne ihn auskomme." Die Schülervertreter Tereza Lambert, Philipp Ittner und Sophia Jungwirth erinnerten an das abgelaufene Schuljahr, besonders an die Erlebnisse mit ihrem Klasslehrer Andreas Siebert, überreichten ihm und den andern Lehrern Geschenke und sprachen ihren Dank aus für die schönen Momente mit ihm, die sie nicht vergessen werden.  

 

Dann wurde es für jeden einzelnen spannend, die Zeugnisse wurden übergeben. Dabei wurden besonders die drei Schulbesten hervorgehoben. Primus und damit Schulbester ist Philipp Ittner aus Schwindegg, mit einem Notendurchschnitt von 1,5, gefolgt Marie Hagl, Buchbach und Stefanie Schneider, Schwindegg, mit jeweils 2,0. Abgeschlossen wurde die Feierstunde mit einem, vom Elternbeirat zubereiteten, vorzüglichen Buffet und geselligem, ausgelassenem Beisammensein. (ram)

 

 

 

Interviews mit den Schulbesten

Philipp Ittner, Schwindegg, 1,5:    

 
Er hat alle Schulen von der Grundschule über das Gymnasium, Realschule und schließlich die Mittelschule Buchbach durchlaufen und hat zuletzt höchst erfolgreich den Schalter umgelegt, was beweist, dass der erste Weg nicht immer der Beste sein muss. Er habe dann stets gut mitgearbeitet, wobei seine Lieblingsfächer Mathe und Englisch waren. Er wurde schließlich mit einem Notenschnitt von 1,5 und Schulbester belohnt. Sein größtes Hobby sei die Musik, wobei er mehrere Instrumente beherrsche. Dies stellte er bei der Entlassfeier unter großem Beifall unter Beweis. Nun wird er eine Elektrikerlehrer bei der Firma Bauer in Buchbach beginnen, will später die BOS besuchen oder die Meisterprüfung ablegen.

Marie Hagl, Buchbach, 2,0:

 


Für sie war die Schulzeit immer gut, vor allem die letzten beiden Jahre haben ihr gefallen. Sie musste nicht arg viel lernen, ihr Lieblingsfach war Mathe. Nun wird sie die Kinderpflegeschule in Mühldorf besuchen und den Beruf der Kinderpflegerin erlernen. Sie hat ein besonderes Hobby, sie liebt große Traktoren und Autokrans und fährt dort gerne mit. (ram)

 

Stefanie Schneider, Schwindegg, 2,0:

 


Sie gibt zu, anfangs eher lernfaul gewesen zu sein, habe aber ab der 8. Klasse den Ernst der Lage erkannt und mehr gelernt. Auch sie besucht die Kinderpflegeschule in Mühldorf und erlernt den Beruf der Kinderpflegerin. In ihrer Freizeit ist sie bei der Freiwilligen Feuerwehr in Walkersaich, beim dortigen Schützenverein und der Bubaria-Garde in Buchbach.