Schule für die Zukunft gerüstet - Was lange währt, wird endlich gut, oder: Gut Ding braucht Weile –

Festakt zur Schulhauseinweihung am 21.07.2021

 

Die gesamte Komplettsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Buchbach ist nach fast neun Jahren Bauzeit nun vollständig abgeschlossen.

 

Sie ist nicht neu errichtet worden, schaut aber aus wie ein Neubau und ist auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse und, vor allem auch coronakonform, besonders hinsichtlich der zentralen Lüftungsanlage. Dies bestätigt die "ungewollte" Weitsicht des Planers Karl-Heinz Kammerer, des Bürgermeisters Thomas Einwang mit seinem Marktgemeinderat und der Schulleitung.

 


Die Komplettsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Buchbach wurde in insgesamt 3 Bauabschnitten umgesetzt, so wurde im ersten Bauabschnitt der Nordtrakt der Mittelschule von 2012 bis Juli 2013, in einem zweiten Bauabschnitt der Osttrakt mit Erweiterung von August 2013 bis September 2014 in Angriff genommen und dann unter dem Motto: "Was lange währt, wird endlich gut", Ende Oktober 2014 feierlich seiner Bestimmung übergeben. Nach einer Pause und der zu klärenden Frage, ob der Grundschultrakt überhaupt noch benötigt werde, so Architekt Karl-Heinz Kammerer, wurde nach der Feststellung der weiteren Notwendigkeit, nun sieben Jahre später mit der Sanierung des Südtrakts mit der Grundschule, der dritte und letzte Bauabschnitt fertig gestellt, seiner Bestimmung übergeben und durch Pfarrer Thomas Barenth gesegnet.

 


Stand die erste Einweihung 2014 noch im Zeichen der Flüchtlingswelle, so war die Segnung und Feierlichkeit für das Gesamtprojekt Komplettsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Buchbach nun von der Corona-Pandemie geprägt, die dementsprechend eingeschränkt in der Aula der Schule im Beisein zahlreicher Ehrengäste stattfand. Bürgermeister Thomas Einwang bedauerte, dass coronabedingt nur 50 Personen zugelassen waren. Er begrüßte unter den Ehrengästen Pfarrer Thomas Barenth, der die Segnung vornahm und in seiner kurzen Predigt besonders darauf hinwies, der Kern der Segnung sei, etwas "Gutes zu sagen", dass die Schüler in der Schule "Gutes gesagt bekommen" und sie dann in ihrem weiteren Leben, "Gutes weitergeben können".

 

Weiter befanden sich unter den Ehrengästen die dritte Bürgermeisterin Maria Vitzthum, die stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag, die Vertreter des Schulverbandes mit den Bürgermeistern Roland Kamhuber, Franz Ehgartner, Rainer Greilmeier und Ludwig Greimel, sowie vom Mittelschul-Verbund Ampfing-Buchbach, 2. Bürgermeister Günther Hargasser.

 

Aus dem Schulbereich konnte er die Schuldirektoren Hans Wax und Gabriele Rottmüller vom Schulamt Mühldorf, die ehemalige Buchbacher Rektorin Irmhild Philipp, unter deren Leitung die Gesamtmaßnahme gestartet und die ersten Bauabschnitte unter erschwerten Bedingungen auch noch durchgeführt wurden, begrüßen. Ebenso unter den Ehrengästen befanden sich Rektor Claudius Rychlik von der Verbundschule Mittelschule Ampfing und die Leiter/in der Grundschulen Obertaufkirchen und Schwindegg, Christian Hofer und Susanne Rakobrandt.

 

 

Besonders begrüßte Einwang natürlich das Lehrerkollegium und deren Leiter Dr. Simon Dörr und Markus Mayerhöfer, zusammen mit einer Abordnung von Schülerinnen und Schülern, die mit den Klaviersolisten Marla Kubitz und Hannes Hallstein von der Buchbacher Musikschule den musikalischen Rahmen der Feierlichkeit boten. Gekommen waren auch die Vertreter der Buchbacher Banken, des Kinderhauses und den Ämtern und Verwaltungen.

 


Bürgermeister Einwang betonte, es sei eine grundlegende Anforderung unserer Zeit, den Bürgern eine familienfreundliche Infrastruktur, mit hochwertigen und verlässlichen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsangeboten für ihre Kinder zur Verfügung zu stellen. Er blickte zurück auf den langen Weg von der Entscheidung zur Generalsanierung mit den großen finanziellen Herausforderungen für den Markt Buchbach, die aber stets auch vom Marktgemeinderat mitgetragen wurden. Dank der guten Rahmenbedingungen der letzten Jahre mit guten Steuereinnahmen, niedriger Zinsphase und einer ansprechenden Förderung von insgesamt knapp 3 Mio. Euro aus fünf Förderprogrammen des Freistaats Bayern, konnte das Gesamtprojekt mit Gesamtkosten von 5,5 Mio. Euro in drei Bauabschnitten durchgeführt werden.

 

Mit der Sanierung sei die Schule zusätzlich mit einer PV-Anlage für den Eigenstrom, einer zentralen Lüftungsanlage und vor kurzem auch noch mit einem Glasfaseranschluß ausgestattet worden, womit sie auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse, auch hinsichtlich Corona, sei.

 

Er stellte mit einem Sprichwort fest: "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen!", und meinte, im übertragenen Sinne musste die ganze Gemeinde zusammenhelfen um die Generalsanierung und Erweiterung unserer Buchbacher Grund- und Mittelschule, verwirklichen zu können. Schließlich dankte er allen, die zu dieser Verwirklichung beigetragen haben, vor allem den Schülern und dem Lehrerkollegium, die, während der Sanierungsarbeiten große Beeinträchtigungen ertragen mussten, besonders aber dem Architekturbüro Kammerer, für die weitsichtige, bedarfsgerechte und wirtschaftliche Planung, und einer kostenbewußten und qualitativ hochwertigen Umsetzung.

 

Ihm folgte die stellv. Landrätin Ilse Preisinger-Sontag, die zu der gelungenen Rundumerneuerung mit einer "Fast schon-Wohlfühl-Oase für die Kinder" gratulierte, mit der den Schülern, ihren Familien und vor allem kommenden Generationen ein Zuhause und eine Zukunft geboten werde. Gerade die Pandemie zeige, wie wichtig eine funktionierende Schule sei, wo die Kinder in ihrer Klassengemeinschaft nicht nur miteinander, sondern auch voneinander lernen können, sich gegenseitig achten, in den anderen reinversetzen und auch Auseinandersetzungen lösen könnten. Dies alles können sie auch bei bestem digitalen Unterricht, wofür die Buchbacher Schule nun mit den allerneuesten technischen Standards, schnellem Internet, Whiteboards und Endgeräten bestens ausgerüstet sei, nicht lernen. Sie lobte die Lehrerschaft, die derzeit Tag für Tag Großartiges leiste und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass in der Buchbacher Schule den Kindern das Singen ohne Maske im Freien ermöglicht wird und auch, dass die Schule zu Recht den Oberbayerischen Integrationspreis "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erhalten habe, was nur mit einem funktionierendem Lehrerkollegium möglich sei.

 

 

Auch Schulamtsdirektor Hans Wax war erfreut über die gelungene Sanierung und zitierte Martin Luther: "Wenn die Schulen zunehmen, stehts wohl im Land", dies zeige, wie wichtig sie schulische Erziehung schon immer war. Er dankte für die vorausschauende Schulpolitik, mit einem leistungsfähigen Schulzentrum für die Gemeindebürger. Diese Schule in Buchbach sei im nördlichen Landkreis ein wahrhaft Kleinod geworden und er sei überzeugt, es stehe auch in Buchbach weiterhin wohl, um Luther zu zitieren.   

Architekt Karl-Heinz Kammerer erinnerte daran, dass es noch zu Zeiten von Bürgermeister Hans Rambold und Schulamtsdirektor Franz Holzner, eine Schulbegehung gab, wo dieser feststellte: "Wenn ihr die Toiletten nicht herrichtet, dann sperr ich euch die Schule". Dies war hart, so Kammerer, war aber der Anlass, dass die Beratungen, vor allem auch vor den dann in der Folge unterschiedlichen schulpolitischen Entscheidungen, mit einem Sanierungskonzept unter Einbeziehung des heutigen Kulturhauses, begonnen haben. Er erläuterte die verschiedenen Maßnahmen mit all ihren Schwierigkeiten, freute sich aber über die gute Zusammenarbeit, angefangen von der ehemaligen Schulleiterin Irmhild Philipp über Markus Mayerhöfer, bis hin zum aktuellen Schulleiter Dr. Simon Dörr, dem er als äußeres Zeichen dem Schlüssel überreichte, der in das gleiche Schloss passe wie schon bei der ersten Übergabe 2014, denn die Eingangstüre sei ja dieselbe geblieben.

 

 

Architekt Karl-Heinz Kammerer übergibt symbolisch den Schlüssel der Grund- und Mittelschule Buchbach an den Schulleiter Dr. Simon Dörr

(ram)

 

Dr. Dörr freute sich, dass für ihre Schüler_innen nun beste Voraussetzungen für gelingendes Lernen, nicht nur durch wunderschöne, große Räume mit Flüsterdecken, eingebauten Lüftungsanlagen, CO2-Ampeln und neuer Möblierung, geschaffen wurden, sondern auch über die IT-Ausstattung mit digitale Tafeln, WLAN, Glasfaseranschluss, Server und Schüler- und Elternsoftware, womit sie für die Digitalisierung gerüstet, sowie zeitgemäß, modern und innovativ ausgestattet seien. Damit seien die besten Voraussetzungen geschaffen, dass die Schüler_innen, Lehrer_innen, alle Mitarbeiter_innen gerne zur Schule gehen. Wie sehr sich diese Anstrengungen gelohnt haben, so Dr. Dörr, konnte in der Zeit der Schulschließungen und dem Wechselunterricht bzw. Unterricht mit Mindestabstand, gesehen werden.

 

Ausruhen, so Dr. Simon Dörr, dürfen wir uns nun nicht, die Herausforderungen steigen täglich. Wir wollen den Herausforderungen im Sinne der Kinder gerecht werden, stellen uns diesen gerne, werden die Digitalisierung und Unterrichtsentwicklung der Schule weiter innovativ voran treiben und geben alles, um den Schulstandort zu erhalten und auszubauen.

 


Mit einem in kleinem Gruppen organsiertem Besichtigungsrundgang und einem gemeinsamen Buffet im Pausenhof der Mittelschule endete eine langanhaltende Phase der Sicherung des Schulstandortes Buchbach, der für die Zukunft und damit für weitere Generationen bestens aufgestellt scheint.        

(ram)